HeaderHerne
StartseiteÜberSpieleStadien
LandkartenTrophäenVerweiseImpressum

< 827            SPIEL 828            829 >

  LOK MOSKAU 1
       
  FK UFA 0
Halbzeitstand 1:0
 
So., 26.05.2019 - 14:00 Uhr
Tore:
1:0 Fernandes (39.)  
   
   
   
   
   
   
   
RZD-Arena, Moskau
18.183 Zuschauer
Premjer-Liga (RU I)
30. Spieltag 18/19
 
 
 
 
 
Ticket: 55 Euro - E-Ticket - VIP Haupttribüne
Stadionheft: kostenlos
Verpflegung: kostenlos - Buffet
 
 
 
 
 
 

Ende Mai hatte ich zwei recht anstrengende Wochen vor der Brust. Wenn man auf Reisen geht und nicht einfach nur „Urlaub macht“ und sich dann auch noch Russland als Ziel vornimmt, bedarf es schon im Vorhinein etwas Aufwand. Diesen nahm ich jedoch gerne in Kauf und kümmerte mich unter anderem um das leidige Visum. Nachdem wir dieses in der Tasche hatten, saßen Alex und ich am Dienstagvormittag im Flieger nach St. Petersburg. In den drei Tagen an der Newa-Mündung kamen wir indes kaum mit dem runden Leder in Berührung. Die einzigen Berührungspunkte mit dem frisch gebackenen russischen Meister Zenit waren ein Besuch im Fanshop sowie das passieren des alten und des neuen Ufo ähnlichen Stadions während einer Bootsfahrt. Unser Hauptaugenmerk galt natürlich der wunderschönen Stadt und all den Sehenswürdigkeiten mit denen ich sieben Jahren lang im Russischunterricht gequält wurde. Umso schöner, dass man seine mauen Fremdsprachen-Kenntnisse endlich an den Mann bringen konnte. Auf Piter folgte Moskau. Per Schnellzug ging es am Freitag in die Hauptstadt.

Wie oft hörte ich bereits, dass Moskau im Vergleich zu Petersburg nicht viel zu bieten hat. Was für ein Blödsinn. Moskau war eine Wucht und faszinierte schon alleine mit seiner schieren Größe. Diese verlangte mir jedoch auch die Qual der Wahl ab. Von den vier Erstligisten der Stadt sollten drei an diesem Sonntag ihr letztes Heimspiel bestreiten. Lediglich Spartak trat auswärts an. Da alle Spiele keine wirklichen Kracher waren, entschied ich mich für die Begegnung zwischen Lok und dem FK Ufa und somit für das Team von Höwedes und Farfan. Des Weiteren konnte der amtierende Meister Loko, direkt nach dem Pokalsieg, mit einem Sieg im letzten Saisonspiel den zweiten Platz und somit die erneute Teilnahme an der Königsklasse festzurren. Die beeindruckend zuverlässige Metro brachte uns am Sonntagnachmittag recht flott in den Nordosten der Stadt und spuckte und direkt am Stadion aus. Dieses fasst zwar nur knapp 30.000 Zuschauer, sieht von außen jedoch größer aus. Auf dem Vorplatz der Arena steht die bekannte alte Lok, die zu Showzwecken kräftig „Dampf ablassen“ kann. Rund um das Fahrzeug aus besseren Zeiten versammelte sich die Anhängerschaft. Diese ist die kleinste und am wenigsten respektierte der größeren Hauptstadtclubs und wird in Moskau nicht wirklich ernstgenommen.

Ich stattete Alex und mich mit VIP-Tickets aus, sodass wir in einem abgetrennten Bereich ein ganz leckeres Catering genießen konnten. Dieses kam jedoch ohne Alkohol aus, weshalb ich mir den Frust über die Verletzungen, die ein Mitwirken meiner beiden Schalker verhinderten, nicht wegtrinken konnte. Stattdessen sahen wir auf unseren Ledersitzen ein mäßiges Spiel vor einer durchwachsenen Kulisse. Ufa brachte eine gute Busladung in den Gästeblock, der sich in den ersten Minuten sogar Gehör verschaffen konnte. Dies lag jedoch an den schweigenden Lok-Fans, die sich erst nach zehn Minuten (wohl wegen dem Pokalsieg - dem 10. Titel der Vereinsgeschichte) mit einer ganz netten Choreo und Gesängen zu Wort meldeten. Meiner Meinung nach ist indes jedes Wort über das Spiel ein Wort zu viel. Die mit Rentenverträgen ausgestatteten Kicker schienen sich nicht wirklich anzustrengen. Ein vom Lok-Star Fernandes präzise getretener Freistoß reichte dem Favoriten zum Sieg (39.). Im zweiten Durchgang verschoss Fernandes dann einen Strafstoß. So oder so reichte es zum benötigten Sieg, der ein kleines Feuerwerk sowie den Auftritt eines Geigen-Spielers nach sich zog. Hier freute man sich über die Vizemeisterschaft, mir blieb die Freude über Länderpunkt Nummer 49.

Fotos Sightseeing